Musik überwindet Ländergrenzen, Musik geht zu Herzen, Musik übermittelt gute Botschaften. Dieser Satz gilt in besonderer Weise für „Annaberg gospelt“.
Bereits zum vierten Mal lädt dieses wunderbare Projekt in unsere Berg- und Adam-Ries-Stadt ein. Sangesfreudige Jugendlichen aus unserer Stadt, aus dem gesamten Kreis und aus ganz Sachsen treffen sich im Herzen des Erzgebirges. Weitgereiste Gäste aus den USA, wie z. B. Donald Smith aus New Orleans erweisen unserer Stadt ihre Reverenz. Renommierte Musikgruppen wie Groove B, die Projektband der AGJM, sind in unserer Region zu Gast.
Sie alle pflegen drei der schönsten menschlichen Tätigkeiten: Die Musik, den Gesang und das Lob Gottes.
In den letzten Jahren ist „Annaberg gospelt“ zu einer festen Tradition geworden, die in wunderbarer Weise das kulturelle Leben unserer Stadt und Region bereichert.
Über 100 Sängerinnen und Sänger werden bis zum großen Finale am 16. Oktober im Eduard-von-Winterstein-Theater und am 17. Oktober in der Thalheimer Kirche proben, lernen und experimentieren. Fünf Tage lang geht es um den christlichen Glauben und seinen Ausdruck in der Musik.
Sie alle tun das an einem Ort, dessen Chor- und Musiktraditionen ins 16. Jahrhundert zurückreichen, die so alt sind wie die Stadt selbst. Bereits damals gestalteten Annaberger Lateinschüler den Gottesdienst in der Annenkirche mit aus. Der Gesang war dabei ein wichtiger Bestandteil des Lehrplanes. Lernen, Singen und der Dank an den Schöpfer waren – genau wie bei „Annaberg gospelt“ – zentrale Themen.
Freude und Sorgen im Gesang vor Gott bringen und dabei heiter und froh seinen Glauben leben, das sind wichtige Wurzeln des Gospel-Gesangs. Ich denke, mit dieser Grundhaltung, mit diesen Grundwerten lassen sich auch künftige Herausforderungen bestehen.
Ich freue mich, dass sich die Sänger in diesen Tagen einer anspruchsvollen Aufgabe stellen – tiefer in die Gospel-Musik einzudringen und ein abendfüllendes Konzertprogramm auf die Beine zu stellen.
Meine Hoffnung ist dabei, dass der Gospel, die gute Nachricht, in unserer Stadt und Region eine große Außenwirkung entfaltet und noch viele junge Leute anregt, Gleiches zu tun.
Herzlich danke ich allen, die diese Tage vorbereitet haben, vor allem den Vertretern der evangelischen, katholischen und methodistischen Kirchen. Der ökumenische Gedanke, das Zusammenwachsen der Kirchen, wird mit diesem Projekt in hervorragender Weise transportiert.
Möge „Annaberg gospelt“ erneut Impulse geben, die Menschen mitreißen und positive Lebenshaltungen, Freude an der Musik und den christlichen Glauben vermitteln.
Barbara Klepsch
Oberbürgermeisterin der Berg- und Adam-Ries-Stadt Annaberg-Buchholz